
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Unternehmen und Organisationen sind nur so gut wie sich ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen, wenn sie morgens zur Arbeit kommen! In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit berufsbedingten psychischen Erkrankungen wie Burn Out, Stress und Depressionen sprunghaft angestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig! Häufig liegen sie im Missmanagement der Unternehmensführung. Ausgelöst durch den Drang nach Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung wirtschaften viele Unternehmen auf gesundheitliche Kosten ihrer Angestellten.
Dies ist keine Pauschalanklage! Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg gibt es Firmen und Organisationen die vorbildlich Rücksicht auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen. Aber ihnen ist allen gleich, dass vor allem in Zeiten von Wirtschafts- und Eurokrise die Luft dünn wird.
Aus diesem Grunde sieht die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Bautzen dringende Handlungsbedarfe in diesem Spannungsfeld. Lohndumping darf nicht dazu führen, dass Menschen nicht mehr von ihrer Hände Arbeit leben können. Daher fordern wir eine allgemeine Lohnuntergrenze. Jeder in Deutschland lebende hat ein Recht auf Arbeit. Wir setzen uns für Chancengerechtigkeit durch Bildung, Ausbildung und Weiterbildung ein.
Die Zeiten des Patriarchats müssen der Vergangenheit angehören. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gilt für uns für Frauen und Männer gleichermaßen. Ältere Menschen haben ihr Leben lang ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet. Sie im Erwerbsleben zu halten und gleitende Übergänge in die Altersruhe zu ermöglichen ist erklärtes Ziel der CDA.
Und wenn das Fundament nicht stabil ist, fällt das gesamte Haus zusammen. Junge Menschen brauchen Chancengerechtigkeit. Wir müssen sie auf ihrem Weg in das Arbeitsleben unterstützen, damit ihnen gesellschaftliche Teilhabe möglich wird und sie ihre persönlichen Lebensvorstellungen verwirklichen können. Die nachwachsende Generation muss lernen, dass sich Arbeit lohnt! Sie auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen ist die Verpflichtung unserer gesamten Gesellschaft.
Wir müssen zuallererst unsere eigenen Potenziale nutzen, um unseren Fachkräftebedarf zu sichern. Jüngere und ältere Migrantinnen und Migranten, junge prekär Beschäftigte, Frauen und Ältere über 50 können einen wesentlichen Beitrag leisten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Eine bloße Senkung der Hürden für Fachkräftezuwanderung wäre der falsche Weg und würde langfristig den sozialen Frieden in unserem Land stören.
Als Vereinigung der Christlich-Demokratischen Union sehen wir uns als Interessenvertretung der in diesem Land lebenden und arbeitenden Menschen. Und wir können nur so gut arbeiten wie die Menschen, die sich in der CDA engagieren. Daher würden wir uns freuen, Sie bald in unserem Kreise begrüßen zu dürfen. Wir brauchen kreative Köpfe, um uns nachhaltig mit den Fragen und Problemen in unserem Sozialstaat auseinanderzusetzen.
Auf eine baldige Zusammenarbeit!
Mit herzlichen Grüßen
Matthias Barthel
Kreisvorsitzender CDA Bautzen